Berühmte Noordwijker
Janus Dousa (Jan van der Does) (1545-1604)Humanist, Politiker und Dichter
Herr von Noordwijk, militärischer Befehlshaber während der Belagerung von Leiden, Bibliothekar und Mitglied der Leitung der Universität Leiden. Dousa wurde auf seinen Ländereien in Noordwijk begraben. In der St. Jeronskirche befindet sich ihm zu Ehren ein Denkmal mit seinem Porträt.
Elie Luzac (1721-1796) Jurist, Publizist und Buchhändler
Daniël Noteboom (1910-1932) einer der größten Schachspieler der Niederlande
Noteboom vertrat die Niederlande unter anderem bei den Schacholympiaden 1930 in Hamburg und 1931 in Prag. Sein Grab, das von einem Schachbrett und einige Schachfiguren geziert wird, befindet sich auf dem allgemeinen Friedhof von Noordwijk. Außerdem wurde ein Noordwijker Schachclub nach ihm benannt.
Jacques Urlus (1867-1935) Opernsänger
De tenor Jacques Der Tenor Jacques Urlus war einer der wichtigsten Vertreter der niederländischen Gesangskunst Anfang des 20. Jahrhunderts. Während seiner langen Karriere konzentrierte er sich vor allem auf das umfangreiche Opernwerk von Wagner und Strauss. Weltberühmt wurde er durch seine unübertroffene Interpretation des Tenorparts in Mahlers „Lied von der Erde“, die er häufig unter der musikalischen Leitung von Mengelberg zum Besten gab. Lange Zeit galt er als der Einzige, der diesen Part bewältigen konnte. 1931 nahm er in der Rolle des Tristan Abschied von seinem Publikum.
J.J. Salverda de Grave (1863-1946) Sprachwissenschaftler, Literaturhistoriker und Professor für Italienisch
Henriette Roland Holst (1869-1952) Dichterin und Sozialistin
Die berühmte Dichterin und Schriftstellerin legte einen unglaublichen Eifer und eine schier grenzenlose Schaffenswut an den Tag. Sie hinterließ ein enorm umfangreiches und vielfältiges Œuvre mit Werken zu Politik, Geschichte, Philosophie und Literaturkritik. Als aktive Sozialistin bekämpfte sie den aufkommenden Faschismus und schrieb während des Zweiten Weltkriegs für die Widerstandsbewegung. Den größten Teil ihres Vermögens stiftete sie bereits zu Lebzeiten der Arbeitergemeinschaft der Woodbrooker.
Maria Montessori (1870-1952) Gründerin der Montessori-Schulen
1934 verließ Maria Montessori ihre Heimat Italien, da Mussolini Eingriffe in ihr Bildungskonzept plante. Vor allem die Einführung von Schuluniformen konnte sie nicht hinnehmen. So verschwanden die Montessori-Schulen in Italien von einem Tag auf den anderen. Maria zog nach Barcelona, von wo sie beim Ausbruch des Bürgerkriegs 1936 vertrieben wurde. Noch im selben Jahr ließ sie sich in den Niederlanden nieder, wo sich inzwischen auch das Zentrum der Montessori-Bewegung befand. 1950 wurde Maria Montessori zum Ritter im Orden von Oranien-Nassau und zum Ehrendoktor der Universität Amsterdam ernannt.
Alfred Henry (Freddy) Heineken (1923-2002)
Unter seiner Leitung wurde aus Heineken eine Weltmarke. Sein Großvater, Gerard Adriaan Heineken, hatte die Brauerei gegründet. Als Alfred Henry 1941 in das Unternehmen eintrat, war es nicht mehr im Besitz der Familie. Es gelang ihm jedoch, die Brauerei zurückzukaufen. 1989 trat er als Vorstandsvorsitzender zurück.